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Interview

Was schätzen Ihre Freunde an Ihnen?

Diese Frage können nur sie selbst beantworten. Wichtig ist dabei aber, dass ich Freunde habe. Ohne sie ist auch das Leben eines Politikers ziemlich eintönig. Ich brauche sie, weil ich mit ihnen zu jeder Zeit und ohne Voranmeldung offen reden kann.

Was schätzen Sie an sich selbst?

Dass ich zuhören kann und in der Diskussion meistens das rechte Wort zur rechten Zeit als richtige Antwort finde bzw. finden will. Das setzt offenes Zugehen auf Menschen voraus. Dabei bin ich mir immer auch des Spruchs bewußt: „Der wohlfeine Knabe sagt herzlichen Dank, indem er in den Brunnen spuckt, aus dem er trank."

Ihr größter Fehler?

Ich bin oft zu ungeduldig, vor allem dann, wenn mein solider praktischer Bürgersinn in der Verwaltung auf zu viel Bürokratie und zu viele sture Bürokraten trifft. Deshalb habe ich mir geschworen, hartnäckige sture Bürokratie auf allen Feldern, auf denen sie sich zeigt, abzubauen. Dabei muss aber selbst Ungeduld geduldig sein.

Was ist für sie Glück?

Meine Frau und meine beiden Söhne Constantin und Laurenz finden dafür meine richtige Antwort, wenn sie mir in die Augen schauen.

Was ist für sie das größte Unglück?

Leben ohne Sinn.

Haben Sie ein Vorbild in der Gegenwart?

Meine Eltern. Sie haben mir nicht nur Gottvertrauen und Liebe zu meiner bäuerlich geprägten Heimat, dem Fränkischen Jura vermittelt, sondern auch feste Standpunkte fürs tägliche Leben, die ein Abgeordneter mehr denn je braucht.

Welche Persönlichkeit bewundern Sie und warum?

Personen, die andere zum Nach- oder Umdenken anregen können. Papst Johannes Paul II, Mutter Theresa aber auch Konrad Adenauer, Kofi Annan, Roman Herzog oder Jimmy Carter. Das ist nur eine kleine Auswahl. Für mich sind natürlich Bamberger Politiker wie der legendäre bayerische Ministerpräsident Dr. Hans Ehard oder sein ebenbürtiger Parlamentskollege Prälat Meixner ebenso Vorbild. Zu diesen Vorbildern gehören im geistlichen Bereich der Heilige Kaiser Heinrich und der Heilige Bischof Otto, deren geistiges Erbe auch nach 1000 Jahren noch in Bamberg und der ganzen Erzdiözese sehr lebendig ist.

Haben Sie einen Traum?

Den großen Traum von einer heilen Welt. Haben wir den nicht alle schon einmal geträumt? Geträumt von einer Welt, auf der alle Rassen und Religionen friedlich und ohne Unterdrückung durch Hunger, Krieg und Ausbeutung zusammenleben. Aber - hätte man dann nicht wieder das biblische Paradies? Aus dem sind wir aber vertrieben worden.

Politik ist für mich…

die ständige Mitgestaltung und Fortentwicklung einer lebenswerten pluralistischen Gesellschaft, aufbauend auf dem geistigen und christlichen Erbe Europas. Dabei getreu eines Auftrags, den mir einer meiner Lehrer mit auf den Weg gab: es ist immer wichtig, sich so rechtzeitig um die Politik zu kümmern, dass sie sich selbst nicht unangenehm um uns kümmern kann.

Was möchten Sie momentan Wichtiges in der Politik erreichen?

Jeder Abgeordnete ist ja in der heutigen schwierigen Zeit selbstverständlich auch der geborene Wirtschaftsförderer seiner Region in München. Denn nur wenn die Wirtschaft im Stimmkreis funktioniert, können neue Arbeitsplätze geschaffen werden und Städte und Gemeinden als Wohngemeinden attraktiv gehalten werden. Wirtschaftsförderung steht daher in meinem Arbeitsplan ziemlich weit oben. Sie braucht zum Erfolg Ruhe, Gelassenheit, Übersicht und einen langen Atem. Es gibt dabei keine staatlich verordnete Wirtschaftspolitik.

Wir als Gesetzgeber müssen im Prinzip nur dafür sorgen, dass Angebot und Nachfrage gewinnorientiert und sozialpolitisch verträglich ablaufen.

Ihr Motto:

Frei nach Goethe: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man was Schönes bauen."

ih