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Zum Auftakt des 125-jährigen Jubiläums und der Kirchweih, wurde am Freitag unter den Klängen der Trachtenkappelle Zeegenbachtal der Schirmherr Heinrich Rudrof MDL, die Ehrengäste, Patenvereine aus Oberngrub und Zeegendorf und Gastvereine am schönen Lindenplatz abgeholt. Begleitet von den beiden Ehrendamen Alexandra Schütz und Lena Behm führte der Schirmherr den Zug zum Todengedenken ans Ehrenmahl.
HH Pfarrer Ehrhard Maria Melcher aus der Nachbarpfarrei Tiefenpölz gedachte und betete für die Verstorbenen, Gefallenen und vermissten Kameraden der FFW Mistendorf. 1. Kommandant Georg Hattel betonte, dass sie der Grundstock und die 125 jährige Geschichte geprägt haben und legte zum Dank und zur Anerkennung einen Kranz nieder.
Beim traditionellen Festkommers, welchen trotz 3 Stunden Dauer bis zum Schluss alle Besucher aufmerksam verfolgten, begrüßte Festredner und 1. Kommandant Georg Hattel alle Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, Ehrengäste und Gäste, besonders aber den Schirmherrn Heinrich Rudrof MDL, bedankte sich bei ihm für die freundliche Übernahme der Schirmherrschaft und überreichte ihm zur Erinnerung eine Radierung vom Mistendorfer Feuerwehrhaus. Herr Rudrof brachte zum Ausdruck, dass es für ihn eine Ehre sei, diese Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen, besonders erwähnte er noch, das Mistendorf mit Ihren Kommandanten Georg Hattel und Martin Stöcklein eine sehr gut aufgestellte Feuerwehr hat und darauf stolz sein kann.
Als Dank und zur Erinnerung spendete er ein Fahnenband, welches er am Sonntag nach der Weihe an die Fahne heftete.
Als besonderes Geschenk an die aktiven Feuerwehrler, lud er diese zu einem Besuch in den Bayerischen Landtag nach München ein.
Landrat Dr. Günter Denzler ehrte für 40 Jahre aktiven Dienst die Kameraden Manfred Bär, Georg Stöcklein und Wachter Helmut und heftete Ihnen das goldene Ehrenkreuz an. Für 25 Jahre aktiven Dienst bei der FFW Mistendorf wurden Stefan Christel, Erwin Holschuh, Bernhard Holschuh und Wolfgang Möhrlein geehrt.
Erstmalig in der Geschichte der FFW Mistendorf, wurden auch 2 Frauen – Christine Gans und Kunigunde Hirsch - mit dem silbernen Ehrenkreuz und einem Blumenstrauß für 25 Jahre Dienst geehrt.
Bürgermeister Andreas Schwarz brachte zum Ausdruck, dass die Mistendorfer Feuerwehr in allen Belangen, personell und ausrüstungstechnisch gut da steht. Auch wenn nicht immer alle Wünsche zu 100% erfüllt werden können, ist die Zusammenarbeit mit den Mistendorfern. Kommandant Hattel bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit und Unterstützung bei ihm und seinem Gemeinderat und betonte, dass in vielen Gemeinden die Feuerwehren nicht einmal bei den einfachen persönlichen Ausrüstungsgegenständen auf dem Laufenden sind. In einem Grußwort der Feuerwehr Führungsdienstgrade bedankte sich Kreisbrandrat Peter Löhlein für das Engagement und die Unterstützung, und brachte zum Ausdruck, dass nur durch die Kameradschaft, Einsatz und Opferbereitschaft wie hier in Mistendorf, der Feuerschutz und die technische Hilfeleistung im Landkreis gewährleistet werden kann. Herr Löhlein betonte, dass es ihm eine besondere Ehre sei, 1. Kommandanten Georg Hattel das Bayerische Feuerwehrehrenkreuz in Silber zu verleihen. Er steht seit 23 Jahren der FFW Mistendorf als 1. Kommandant vor und sorgte in der Zeit nicht nur für ein gut ausgebildete Mannschaft, sondern rief auch noch die Jugendgruppe wieder ins Leben und gründete die Damengruppe. Das Feuerwehrgerätehaus wurde unter seiner Regie erweitert und zu einem Schmuckstück umgebaut, und er hat die Beschaffung des „neuen“ Tragkraftspritzenfahrzeugs durchgesetzt. Kommandant Hattel war sichtlich gerührt über diese Auszeichnung und bedankte sich hierfür besonders bei seiner Mannschaft, denn nur gemeinsam und durch Ihre Unterstützung konnten all diese Dinge geschafft werden. Er werde das Ehrenkreuz mit Würde für sie tragen.
Für besondere Verdienste um die FFW Mistendorf und um den Feuerwehr- und Kameradschaftsverein wurde Philipp Christel zum Ehrenmitglied ernannt und ihm eine Urkunde, eine Feuerwehrkrug sowie ein Bild vom Feuerwehrhaus überreicht. Als Dank für die langjährige Tätigkeit als Kassier und 2. Vorstand wurden Peter Schlaug Dank und Anerkennung ausgesprochen und ihm eine Urkunde überreicht. Mehr als 25 Jahre begleitet Helmut Wachter die Feuerwehrfahne. Auch ihm wurde zum Dank und als Anerkennung eine Urkunde übergeben.
Für den Patenverein Oberngrub bedankte sich 1. Vorstand Winfried Feulner für die sehr gute Beziehung der Patenvereine und überreichte zusammen mit den 2. Vorstand Thomas Kestler vom Patenverein Zeegendorf ein Ölgemälde für den Schulungsraum der Mistendorfer Feuerwehr.
Als Gegengeschenk bekam der Zeegendorfer Pate auch ein Ölbild von seinem Feuerwehrhaus und für die Oberngruber Wehr wurde eine Fahnenband zur Erinnerung gestiftet. Weitere Grußworte und Geburtstagsgeschenke wurden vom Kreisbrandinspektor Reinhold Schumm, Kreisbrandmeister Bernhard Schlicht, den Sportclub, Frauenkreis und Gartenbauverein aus Mistendorf der FFW und Dorfgemeinschaft Leesten, der FFW Geisfeld, der FFW Roßdorf am Forst, der FFW Strullendorf und den Schützen aus Zeegendorf überbracht.
Am Samstag wurde in alter Tradition Kirchweih mit Einholen und Aufstellen des Kirchweihbaumes, sowie Bieranstich durch den 1. Bürgermeister Andreas Schwarz gefeiert. Am Abend sorgte dann die Stimmungsband Aischzeit für ein volles Zelt.
Zur Kirchparade am Sonntag waren wieder alle erschienen um anschließend mit HH Pfarrer Wohlleber den Festgottesdienst zu feiern. In seiner Predigt hob Herr Pfarrer Wohlleber besonders die gute Zusammenarbeit der Mistendorfer Feuerwehr und der Kirche hervor. Er wünscht, dass unser Herr Gott die Feuerwehren stets begleite und beschütze.
Beim anschließenden Frühschoppen brachte das fränkische Gauditrio „Allmächt“ die Gäste in Feststimmung.
Zum Höhepunkt des 125-jährigen Jubiläums - dem Festzug - kamen 52 Vereine mit 1500 Teilnehmern. Pünktlich um 14 Uhr konnte sich der Festzug, trotz vorheriger Regengengüssen, angeführt von den Ehrendamen durch das schöne Mistendorf bei teilweise sogar Sonnenschein in Bewegung setzen. Beeindruckt durch die vielen herausgeputzten Teilnehmer wurde der Zug von 500 Gästen am Straßenrand beklatscht und bejubelt. Einen Festzug dieser Art hat Mistendorf noch nie erlebt.
Nach dem Einzug der Ehrengäste und der Fahnenparade begrüßte Festredner 1. Kommandant Georg Hattel alle Gäste aus nah und fern und bedankte sich bei Ihnen dafür, dass sie den 125. Geburtstag mit feiern. In Ihren Grußworten brachten Landrat Dr. Günter Denzler, Bürgermeister Andreas Schwarz und Kreisbrandinspektor Peter Löhlein zum Ausdruck, dass dieses Fest eine Demonstration der Feuerwehren sei und hierdurch Einsatzbereitschaft, Schlagkräftigkeit und Kameradschaft gezeigt wird. Auch die große Anzahl der Jugendgruppen und Jugendlichen sei hervorzuheben und zeigt, dass sich die Feuerwehren im Landkreis Bamberg um den Nachwuchs keine Sorgen machen müssen.
Bevor zur Bayern- und Deutschlandhymne alle still standen, sagte der Schirmherr Heinrich Rudroft MDL zu, dass er alles was in seiner Macht steht dazu nutzen wird, dass die Feuerwehren auch vom Freistaat finanziell unterstützt werden um in jeder Hinsicht den Anforderungen gerecht werden können.
Er bedankte sich nochmals ganz herzlich für die Übertragung der Schirmherrschaft und hatte auch noch wie vorher vereinbart für das passende Wetter gesorgt. Dieses Fest werde ihm immer in guter Erinnerung bleiben und er werde immer wieder gerne nach Mistendorf kommen. 1. Kommandant Georg Hattel bedankte sich bei allen Festbesuchern und überreichte den Vereinen das besondere Gastgeschenk, einen ausgesägten Feuerwehrhelm als Tablett mit 6 Schnapsgläsern und einer in Edelstahl geschliffenen Widmung. Bevor die Pünzentaler Musikanten aufspielten, bedankte er sich nochmals bei allen Mitgliedern und Kameraden, besonders aber bei allen Helfern, die zum Gelingen dieses Jubiläumsfestes beigetragen haben.
Zum Ausklang des 125. Jubiläums und der Kirchweih fand am Montag der traditionelle Hahnenschlag statt, der durch die Zurufe der vielen Zuschauer von Sofia Denzlein getroffen wurde.
Für Unterhaltung und Stimmung sorgten dann die „Schugis“ bis nach Mitternacht.