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27.05.10
Malteser freuen sich über neues Domizil

FT vom 27.05.2010:

Die Malteser haben ihre neuen Räumlichkeiten in der Georgenstraße 7 eingeweiht. Gleichzeitig freut man sich über drei neue Einsatzfahrzeuge. Ein Treppenlift kommt Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten entgegen. (Harald Rieger)

Pfarrer Heinz Oberle segnet die Einsatzfahrzeuge. (Foto: HaR)

Bei den Einweihungsfeierlichkeiten erinnerte der Ortsbeauftragte Dr. Winfried Strauch an die 90er Jahre, als die Malteser noch in der Hainvilla untergebracht waren: „Leider haben wir in dieser Zeit feststellen müssen, dass wir in vielen Bereichen nicht kostendeckend gearbeitet hatten und sozusagen für jede Mark, die wir einnahmen, 1,05 DM ausgeben mussten." Daher habe man sich damals entschlossen, sich von einigen Diensten zu trennen. So beispielsweise vom Fahrdienst für die Lebenshilfe und dem Individualfahrdienst für Behinderte.
Die eigentlichen Kernaufgaben der Malteser wie der Rettungsdienst, die Ausbildung sowie die sozialen Dienste sollten beibehalten werden. Zusätzlich wurde für den Fahrdienst, Essen auf Rädern und die ambulante Krankenpflege eine gemeinnützige GmbH gegründet. „Gleichzeitig wurde Verwaltungspersonal der Malteser abgebaut und die Diözesangeschäftsstelle nach Nürnberg verlegt. Letzteres hat sich allerdings nicht bewährt, so dass die Diözesangeschäftsstelle im letzten Jahr wieder nach Bamberg zurückverlegt wurde", berichtete Strauch.
Damit sei jedoch die Kapazität in der Moosstraße zu eng geworden, und die Gliederung für die Region Bamberg musste sich ein neues Domizil suchen. „Bei unserer Suche", so der Ortsleiter weiter „waren uns ein großer Ausbildungsraum, ausreichend Parkplätze und die Möglichkeit, die Dienststelle mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, wichtig, und so wurden wir schließlich bei den Stadtwerken fündig", sagte Strauch. Hier verfüge man nun über einen Ausbildungsraum, einen kleineren Raum für Aufbereitung und Desinfizierung der Masken für die lebensrettenden Sofortmaßnahmen-Kurse sowie über einen Büroraum nebst Lagerraum. „Auch ist es uns gelungen, einen Treppenlift für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte einzubauen, der freundlicherweise von der Dr. Robert Pfleger-Stiftung finanziert wurde", so Strauch.
Neben den neuen Räumlichkeiten und dem Treppenlift wurden ferner drei neu angeschaffte Fahrzeuge von Pfarrer Heinz Oberle von der Pfarrei Maria Hilf, Wunderburg, eingeweiht. Darunter ein Krankentransportwagen, ein Unterstützungsfahrzeug für die Sanitätseinsatzleitung sowie ein Fiat Doblo, der für die sozialen Dienste zum Einsatz komen wird.
An eine turbulente Zeit bei den Maltersern erinnerte sich auch Landtagsabgeordneter Heinrich Rudrof (CSU). "Ich kann mich noch genau entsinnen, als ich als Diözesangeschäftsführer die Hainvilla an Land gezogen habe." Seit dieser Zeit ist er den Maltesern nicht nur eng verbunden, sondern habe damals bei seiner Tätigkeit für die Malteser auch viel gelernt, von dem er heute noch als Politiker profitiere.
Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) lobte in seinem Grußwort das ehrenamtliche Engagement der Malteser, die als leuchtendes Beispiel aus Bamberg nicht wegzudenken seien.
Und Evalies Meier, Kreisvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes Bamberg, unterstrich die enge Zusammenarbeit der beiden Organisationen. "So ist beispielsweise der Katastrophenschutz in Bamberg für uns beide eine große Herausforderung und kann nur funktionieren, wenn wir an einem Strang ziehen", betonte sie.