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10.05.17
Bund-Länder-Städtebauförderprogramm 'Städtebaulicher Denkmalschutz'

Die Stadt Scheßlitz erhält 360.00 Euro für die Neugestaltung entlang der historischen Stadtmauer

Foto: Barbara Herbst

„In Oberfranken können wir heuer acht historische Stadt- und Ortskerne mit rund 2,1 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm 'Städtebaulicher Denkmalschutz' unterstützen", hat heute Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann bekanntgegeben. Zusammen mit den eigenen Mitteln von 1,3 Millionen Euro investieren die oberfränkischen Kommunen, die an dem Programm teilnehmen, insgesamt 3,4 Millionen Euro. Förderschwerpunkt im Programmjahr 2017 in Oberfranken ist es, den öffentlichen Raum barrierefrei umzubauen. Auch sollen erhaltenswerte Gebäude saniert und umgenutzt werden.

„Ich freue mich ganz besonders darüber, dass dazu auch die Neugestaltung entlang der historischen Stadtmauer in der Stadt Scheßlitz gehört. Von Anbeginn habe ich mich nicht nur als Landtagsabgeordneter, sondern auch als Scheßlitzer Bürger mit Herzblut für „unsere Stadtmauer“ eingesetzt“, so MdL Heinrich Rudrof. „Auf meine Einladung hin besichtigte Generalkonservator im September 2014 die Stadtmauer, die er damals als ‚extrem identitätsschaffend‘ bezeichnete (Bericht im FT vom 24.09.2014)“, so MdL Rudrof.

Der öffentliche Raum soll an die Erfordernisse des demografischen Wandels angepasst und dabei der historische Baubestand gewahrt werden. Herrmann: „Das ist eine besondere Herausforderung, die in den nächsten Jahren für die Städtebauförderung ein wesentlicher Schwerpunkt sein wird.

Bayernweit stehen 2017 rund 18,5 Millionen Euro Fördermitteln aus dem Bund-Länder-Programm 'Städtebaulicher Denkmalschutz' bereit. Damit sollen denkmalgeschützte Altstadt- und Ortskerne gesichert, saniert und modernisiert werden. Zusammen mit den Investitionen der Kommunen ergibt sich ein Gesamtinvestitionsvolumen von 29,9 Millionen Euro. Von den 88 Programmkommunen liegen 75 im ländlichen Raum, 77 Prozent der Fördermittel fließen in diesen Bereich.

Im Jahr 2017 werden die erfolgreichen Programme der Städtebauförderung (Soziale Stadt, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Stadtumbau, Städtebaulicher Denkmalschutz und Kleinere Städte und Gemeinden) mit einem Volumen von 740 Millionen Euro fortgeführt. Hinzu kommt das 50-Millionen-Euro-Programm 'Zukunft Stadtgrün' mit dem Förderschwerpunkt 'Urbanes Grün'.

Die Mittel für die Programme 'Soziale Stadt' und 'Stadtumbau' wurden um 90 Millionen Euro erhöht. Parallel zur Städtebauförderung hat das Bundesbauministerium den neuen Investitionspakt 'Soziale Integration im Quartier' mit 200 Millionen Euro ausgestattet. Dieses Geld soll vor allem in den Ausbau und die Sanierung von Bildungseinrichtungen, Stadtteilzentren und Bürgerhäusern investiert werden und damit auch ehrenamtlich Engagierte unterstützen. Zur Begleitung der Investitionen sollen vor Ort Integrationsmanager als Ansprechpartner für Vereine und Initiativen, aber auch für Neubürger und Einheimische bereit stehen.

Deutschlandweit unterstützt der Bund Länder und Kommunen im laufenden Jahr mit Bundesfinanzhilfen zur Förderung des Städtebaus auf Rekordniveau von 990 Millionen Euro. Die Bundesmittel sind Teil der Förderung, die die Kommunen vom Land erhalten.

Fördermaßnahmen in Oberfranken:

Bamberg, Altstadt, 210.000 Euro (Fördersumme gesamt)

Coburg, Innenstadt, 294.000 Euro

Ebermannstadt, Stadtkern, 148.000 Euro

Gößweinstein, Innerer Ortsbereich, 84.000 Euro

Gräfenberg, Altstadt, 64.000 Euro

Scheßlitz, Ortskern, 360.000 Euro

Waischenfeld, Innenstadt, 60.000 Euro

Weidenberg, Marktkern, 860.000 Euro